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1. Unterrichtsentwicklung


1. 1. Kompetenzziele

a) Bedienen und Anwenden

Besonderes Ziel der Arbeit in der Orientierungsstufe ist zunächst die Herstellung einer einheitlichen Nutzungskompetenz aller Schülerinnen und Schüler. Die Schülerinnen und Schüler sollen in der Lage sein, den Computer problemlos zu verwenden. Dies schließt die technische Seite ebenso wie grundlegende Handlungskompetenzen bei der Softwarenutzung, z. B. Anmeldung in einem Netzwerk, Arbeit mit Standardprogrammen, z. B. Textverarbeitung und Browser, sowie bei Lern- und Informationsanwendungen, ein. In diesem Zusammenhang erscheint es sinnvoll, den Erwerb grundlegender Nutzungskompetenzen zu einem integralen Bestandteil der Unterrichtsplanung zu machen. 
Die Nutzungskompetenzen sollen in den Folgejahren, z. B. in dem unter dem Oberbegriff Multimedia zusammengefassten Bereichen, konsequent erweitert und fortgeführt werden, sodass die Verwendung des Computers als einem alltäglichen Arbeitsmittel selbstverständlich wird. Alle Schülerinnen und Schüler der Theodor-Heuss-Realschule sollen also am Ende ihrer Ausbildung in der Lage sein, Standardsoftware aus dem Office- und Präsentationsbereich und fachspezifische Lernsoftware sinnvoll und dem Problem angemessen einzusetzen.

b) Informieren und Recherchieren

Die schnelle Verfügbarkeit von Wissensbeständen aller Art, nicht nur durch das Internet, sondern auch in Form von digitalisierten Publikationen, wissenschaftlichen Präsentationen und Lernprogrammen ist ein besonderer Vorteil der neuen Medien. Verstärkt wird dieser noch durch die Vorzüge des Hypertext-Konzepts, das die inhaltsbezogene Vernetzung von Wissen ermöglicht und es damit den Schülerinnen und Schülern erlaubt, gemäß ihrer Kenntnis- und Erkenntnisentwicklung eigenständig zu recherchieren und für sie handhabbares Wissen zu erschließen. Deshalb sollen die Schülerinnen und Schüler Arbeitstechniken und Formalien der Recherche mithilfe neuer Medien erlernen, wobei die genaue und effektive Erschließung der angebotenen Inhalte einen besonderen Platz einnimmt. Der hohe Grad an Eigenständigkeit bei der Wissenserschließung und Problemlösung fördert zudem die Ausdauer beim Lernen und Arbeiten. Die Verwendung von Inhalten – nicht nur, aber besonders – aus dem Internet bedingt über die reine Nutzungskompetenz einen hohen Grad an kritischer Kompetenz des Schülerinnen und Schülers, da die eigenständige Recherche auch eine mehr und mehr eigenständige Beurteilung der Materialien einschließt.


c) Produzierern und Präsentieren

Von besonderer motivatorischer Kraft ist die durch die neuen Medien gegebene Möglichkeit, eigene Arbeitsergebnisse elektronisch im Internet oder Intranet oder als selbst erstelltes Druckerzeugnis zu publizieren. Neben der Beachtung bestimmter formaler Regeln und allgemein gültiger Layout-Grundsätze geht es hier vor allem darum, dass die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzt werden, einen Gegenstand medial und inhaltlich angemessen und mit entsprechender Kreativität darzustellen, um so das eigene Verständnis zu verbessern und die eigene Leistung adressatengerecht zu präsentieren. Dies setzt eine entsprechende Reflexion voraus.

d) Kommunizieren und Kooperieren

Besonderes Gewicht bei der Arbeit am Computer wird auf die Partner- und Gruppenarbeit gelegt. Der Einsatz neuer Medien ist daher nicht ein Weg zur Vereinzelung sondern vielmehr zur konstruktiven Zusammenarbeit mehrerer Schülerinnen und Schüler zur Erlangung eines bestimmten Zieles, z. B. einer gemeinsamen Präsentation. 
Die sehr unterschiedlichen Ausgangskompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler bieten hier eine gute Möglichkeit, über den Einsatz von „Experten“ für bestimmte Bereiche die Zusammenarbeit und den Zusammenhalt zu stärken und so die Teamfähigkeiten aller Schülerinnen und Schülers zu stärken.
Neben der Kommunikation bei der Nutzung neuer Medien bildet die Kommunikation mithilfe neuer Medien ein besonderes Arbeitsfeld. Die Schülerinnen und Schüler sollen lernen, die bisherigen Formen der Kommunikation mithilfe des Computers auszuüben. Darüber hinaus sollen sie die neuen Formen der Kommunikation, z. B. Mail und News, kennen und nutzen. Gleichzeitig bedingt die Nutzung neuer Möglichkeiten auch die Kenntnis neuer Gefahren und Probleme, für die die Schülerinnen und Schüler sensibilisiert werden, um ihnen eine möglichst sichere und selbstbestimmte Kommunikation im digitalen Umfeld zu ermöglichen.

e) Analysieren und Reflektieren

Der Einsatz neuer Medien kann nicht ohne kritische Reflexion erfolgen. Anbieter, Niveau und Inhalt sind so vielfältig, dass die Fähigkeit der sachlich-kritischen Auslesefähigkeit gelernt werden muss, zumal auch die Gefahr der Manipulation gegeben ist. Die Gefahren missbräuchlicher Verwendung neuer Medien sind daher ebenso Gegenstand des Unterrichts, wie sie dies bei bisher gebräuchlichen Medien bereits waren. Den Schülerinnen und Schülern soll bewusst werden, dass neue Medien auch neue Formen der Manipulation und Verfälschung beinhalten. Die Auseinandersetzung z. B. mit problematischen Bereichen des Internets und eine entsprechende Sensibilisierung sind der beste Weg, selbstständig denkende Menschen zu erziehen, die die neuen Medien mit ihren Möglichkeiten und Grenzen einzusetzen verstehen. Ziel der unterrichtlichen Arbeit ist weiterhin die Verbesserung der Lesekompetenz und Urteilsfähigkeit, z. B. bei Auswertung von Werbetexten, Pressemitteilungen und anderen Informationen. Die grundsätzliche Schrankenlosigkeit des Internets ist hierbei eine besondere Herausforderung für Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer, die ein kritisches und sensibles Benutzen des neuen Mediums erfordert.


e) Problemlösen und Modellieren

Die Abbildung der realen Welt und die Strukturierung komplexer Inhalte in entsprechenden Modellen sind in vielen Bereichen ein sehr gutes Mittel, ein grundlegendes Verständnis zu entwickeln. Die Schülerinnen und Schüler sollen daher befähigt werden, Algorithmen zu erkennen und in ihren Auswirkungen abzuschätzen. Darüber hinaus sollen sie die Möglichkeiten digitaler Medien nutzen, um ihre Problemlösungskompetenz zu entwickeln und Programme als Mittel zur Problemlösung zu nutzen. In diesem Zusammenhang sollen sie Probleme strukturieren und algorithmisierte Lösungen erstellen. Auch hier ist die kritische Auseinandersetzung mit der Algorithmisierung von Problemen und damit auch Lebensbereichen unvermeidlich.

1. 2. Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler

Im Unterricht wird deutlich, dass die Fähigkeiten am Computer sehr unterschiedlich ausgeprägt sind. Während für einen Teil der Schülerinnen und Schüler die Nutzung des Computers selbstverständliche Arbeit ist, müssen andere erst an dieselbe herangeführt werden. Diese Differenz zwischen dem – zumeist häuslichen – Zugang zum Computer auf der einen und der sehr unterschiedlichen Grundkompetenz auf der anderen Seite erschwert die erfolgreiche Nutzung des Computers als Lehr- und Lernmittel. Sie soll an unserer Schule u. a. dadurch behoben werden, dass für die einzelnen Klassenstufen bestimmte Kompetenzen im Fachunterricht erworben und in diesem Zusammenhang der Umgang mit bestimmten Programmen erlernt werden sollen, wie sie in unten stehender Übersicht dargestellt sind.
Bereits seit mehreren Schuljahren führen wir in der Klassenstufe fünf, sechs und sieben einen einstündigen Grundkurs durch, der fünf Schulhalbjahre umfasst. In ihm entwickeln die Schülerinnen und Schüler grundlegende Kompetenzen in der Bedienung der Hardware, lernen, ihre Daten zu organiesieren und grundlegende digitale Werkzeuge einzusetzen. Sie entwickeln ihre Kompetenzen im Bereich der Recherche und der Medienproduktion weiter.
Feste Einrichtungen sind weiterhin die Kompetenzentwicklung in den Bereichen Recherche, Produktion und Präsentation in der informations- und kommuniationstechnischen Grundbildung (IKG) im Laufe der siebten Klassenstufe. Darüber hinaus werden die im Medienkompetenzrahmen NRW ausgewiesenen Kompetenzen durch den Einsatz der neuen Medien im Fachunterricht entwickelt und gefestigt.

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