Konzept des Gemeinsamen Lernens
Grundsätzliches
Behindertenrechtskonvention umgesetzt und die ersten Schritte auf dem Weg zur inklusiven Bildung
an allgemeinen Schulen in NRW gesetzlich verankert. Schülerinnen und Schüler mit einem Bedarf
an sonderpädagogischer Unterstützung sollen grundsätzlich immer ein Platz an einer allgemeinen
Schule angeboten werden. Eltern sollen jedoch für ihr Kind auch weiter die Förderschule wählen
können. (vgl. www.schulministerium.nrw.de/docs/Schulsystem/Inklusion/index.html)
Allgemeines an der THR
anerkanntem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf werden gemeinsam unterrichtet. Unsere
Schüler:innen lernen so von Anfang an, dass es normal ist, anders zu sein. Jedes Kind hat persönliche
Stärken und Schwächen. Jedes Kind macht so gut mit wie es kann und darf so sein, wie es ist.
Aktuell, im Schuljahr 2022/23, werden von insgesamt 661 Schüler:innen an der THR 35 Kinder mit
Unterstützungsbedarfen in den Förderschwerpunkten Autismus, emotional-sozial, Sprache, Geistige
Entwicklung und Lernen in nahezu allen Jahrgängen unterrichtet, 6 davon zielgleich und 29 zieldif-
ferent. Den Lehrkräften stehen dabei sonderpädagogische Kräfte zur Seite, die mit einigen Stunden
an die THR abgeordnet sind. Weiterhin wird das Gemeinsame Lernen von MPT-Kräften, einer I-Kraft
und einer Bundesfreiwilligendienstleistenden unterstützt.
Organisation Gemeinsames Lernen
finden wöchentliche Besprechungsrunden statt, um die Kinder mit sonderpädagogischen
Unterstützungsbedarfen in den Blick nehmen zu können. Es bedarf vieler Absprachen zwischen den
Fachlehrkräften und den Klassenleitungen in Bezug auf differenzierte Materialien und
verhaltensbegleitende Maßnahmen. Viele Elterngespräche und Hilfeplangespräche werden von den
MPT-Kräften geführt, wenn möglich gemeinsam mit den jeweiligen Klassenleitungen.
Kinder, die zielgleich nach den Lehrplänen der Realschule unterrichtet werden, erhalten ihr Zeugnis
von den Klassenleitungen. Für die Zeugnisse der zieldifferent unterrichteten Kinder werden
Textzeugnisse mit Unterstützung der MPT-Kräfte geschrieben.
Alle in der Klasse unterrichtenden Lehrkräfte und andere Mitarbeiter:innen nehmen an einer
Förderplankonferenz teil, um die besonderen Bedarfe der Kinder und die daraus abgeleiteten
Förderziele in den Blick zu nehmen.
Organisation Schüler:innen mit Unterstützungsbedarf Geistige Entwicklung
lange wie möglich in die Regelklasse integriert und erhalten für einige Stunden in der Woche
fachliche Begleitung durch Fachlehrkräfte und die Klassenleitung. Ebenfalls ist eine individuelle
Förderung im Lernbüro möglich.
Schüler:innen der Jahrgänge 7 bis 10 werden in Blöcken unterrichtet. Der Schultag startet in einer
Kleingruppe mit Freiarbeit und Projekten in verschiedenen Fächern. Im zweiten Block befinden sich
die Schüler:innen in ihrer Stammklasse. Sofern es der Personalschlüssel zulässt, werden sie begleitet
und können an individuell zugeschnittenem Material arbeiten. Der letzte Block findet wieder in der
Kleingruppe statt, hier wird der Tag abgeschlossen.
Nach Möglichkeit werden die Schüler:innen in ihrer lebenspraktischen Arbeit jeweils drei Stunden
pro Woche in den Fächern Hauswirtschaft und Technik unterrichtet.
Organisation Schüler:innen mit Unterstützungsbedarf Lernen
Schüler:innen mit Unterstützungsbedarf Lernen nehmen am Unterricht der Regelklasse teil. Zur
fachgerechten und individuellen Unterstützung werden Premiumstunden im Lernbüro angeboten.
Hier können die Kinder Ruhe und individuelle Unterstützung finden.
Parallel zum Regelunterricht findet für Kinder mit Unterstützungsbedarf Lernen Hauswirtschaft- und
Arbeitslehreunterricht statt. Im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts werden die Schüler:innen
individuell in ihrer Berufswahlvorbereitung unterstützt.
Organisation Schüler:innen mit weiteren Unterstützungsbedarfen
Schüler:innen mit den Unterstützungsbedarfen Autismus, emotional-soziale Entwicklung, Sprache
oder körperlich-motorische Entwicklung werden zielgleich unterrichtet und nehmen am Unterricht
der Regelklassen teil. Nach Möglichkeit werden die Klassen in der Erprobungsstufe von MPT-
Kräften begleitet, die sich um individuelle Belange der Kinder kümmern können.