Theodor-Heuss-Realschule
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Lernen lernen

Unsere Welt war und ist im Wandel. Dieser Wandel gewinnt jedoch stets an Geschwindigkeit, das Wissen darum ist mittlerweile ein Gemeinplatz.
Lernstrategien und Arbeitstechniken sind Kompetenzen, die Menschen darin unterstützen, effizient, selbstständig und eigenverantwortlich zu lernen und zu arbeiten. Wenn Schülerinnen und Schüler über diese Kompetenzen verfügen, haben sie einen großen Schritt in ihrer Entwicklung geleistet und können sich weiterführenden Aufgaben im Beruf und gegebenenfalls im Studium selbstbewusst zuwenden. Die Vermittlung dieser Kompetenzen ist uns deshalb ein zentrales Anliegen an dieser Schule.


Eine vielschichtige Aufgabe


Seit vielen Jahren ist "Lernen lernen" fester Bestandteil der Ausbildung an unserer Schule. Dabei haben wir diese Facette des Schullebens kontinuierlich überarbeitet und erweitert.
Folgende, zum Großteil fächerübergreifende Bereiche unseres Konzeptes sollen hier ausdrücklich Erwähnung finden:

  • Methodentraining (Klasse 5)
  • "Gemeinsam sind wir stark" (Klasse 5)
  • Einführung in die Informatik (Klasse 5)
  • Projekt "Ägypten" (Klasse 6)
  • IKG (Informations- und kommunikationstechnische Grundbildung, Klasse 7)
  • Projekt "Lebensplanung" (Klasse 8)
  • Berufsvorbereitung (Klasse 8 und 9)
  • Integration einer großen methodischen Vielfalt in den regulären Unterricht (Klasse 5-10)
Innerhalb dieser Module werden folgende Felder geschult:
  • kommunikative Kompetenzen (z.B. Fähigkeit, einen kurzen Vortrag zu halten)
  • soziale Kompetenzen (z.B. Fähigkeit, innerhalb einer Gruppe zu arbeiten)
  • methodische Kompetenzen (z.B. zielgerichtete Nutzung von neuen Medien)

Zu Veranschaulichung möchten wir hier das Methodentraining in Klasse 5 – einerseits als Fundament unseres Konzeptes, andererseits als Hilfe für den reibungslosen Übergang von der Grundschule an die weiterführende Schule – detaillierter vorstellen.


Methodentraining als Unterrichtsfach


Seit 1998 beständig weiterentwickelt, hat das Methodentraining seinen festen Platz in der ersten Hälfte des 5. Schuljahres. In einer Wochenstunde werden die in jedem Fach nötigen und üblichen Kompetenzen erlernt bzw. gefestigt. Die Methodenkompetenz eines Schülers besteht in der Fähigkeit, die methodischen Anteile der Lernarbeit bewusst, zielorientiert, ökonomisch und kreativ zu gestalten. Diese Kompetenz wird im Unterrichtsprozess eingeübt und Jahr für Jahr schrittweise auf höhere Niveaustufen gebracht, wodurch auch eine große Nachhaltigkeit der Lerninhalte gewährleistet wird.
Die Schülerinnen und Schüler werden befähigt, effektiver zu lernen und selbstständiger und erfolgreicher zu arbeiten um die gewachsenen Herausforderungen gegenüber der Grundschule beherzt anpacken und meistern zu können. Angefangen von der Einrichtung des persönlichen Arbeitsplatzes über die Vorbereitung auf Prüfungen bis hin zur Beurteilung eigener und fremder Leistungen erlernen die Schülerinnen und Schüler alles, was sie in einer sich stets wandelnden Welt benötigen, um erfolgreich zu sein.


Organisation des Lernens


Hier bekommen die Schülerinnen und Schüler Tipps und Anregungen in Sachen Gestaltung des Arbeitsplatzes.

  • Umgang mit dem Stunden- und Vertretungsplan
  • Führung des Hausaufgabenheftes
  • Heft- und Mappengestaltung
  • Schultaschencheck
  • Sinnvolle Arbeitsplanung
  • Vorbereitung auf Klassenarbeiten


Mit vielen Sinnen lernen

Je mehr Sinne beim Lernen zum Einsatz kommen, desto eher verinnerlichen die Schülerinnen und Schüler den Lerninhalt, „begreifen“ beispielsweise im wahrsten Sinne des Wortes den Aufbau einer Blüte. Den Schülerinnen und Schülern wird auf vielfältige Art und Weise die Bedeutung ihrer verschiedenen Sinne und deren Einsatz beim Lernen nahe gebracht. Abgerundet wird diese Phase durch die Aufarbeitung folgender wichtiger Teilaspekte:

  • Störfaktoren beim Lernen und deren Ausschaltung und Vermeidung
  • Konzentrationsübungen
  • „Schulangst ade“ - planvolles Arbeiten als Angstprophylaxe
  • den eigenen Lerntyp erkennen


Methodisches Arbeiten

In diesem letzten Baustein geht es um die Vermittlung besonderer Fertigkeiten, die das eigenständige Arbeiten im Unterricht erleichtern und bei der Erarbeitung eigenständiger Leistungen helfen.

  • Übung und Wiederholung als notwendige Bausteine des Lernerfolges
  • Hinführung zur Texterarbeitung
  • Informationen sammeln und verwerten
  • Lernmethoden
  • Präsentation eigener Leistungen
Natürlich hört das Lernen neuer Methoden nicht nach dem Ende des Methodentrainings auf. Bei uns wird in allen Jahrgangsstufen versucht, durch projektorientierte, fächerübergreifende und kooperative Lern- und Lehrformen die Kompetenzentwicklung unserer Schülerinnen und Schüler zu fördern.
Die Evaluation erfolgt durch eine schriftliche Beurteilung im Zeugnis des ersten Halbjahres (wie auch das dreiwöchige Betriebspraktikum in Klasse 9).
Der Erfolg zeigt sich direkt in der Schule vor allem dadurch, dass auf die erworbenen Kompetenzen fächerübergreifend aufgebaut werden kann. Er zeigt sich jedoch nicht zuletzt durch viele positive Rückmeldungen sowohl von regionalen Arbeitgebern, örtlichen Schulen der Sekundarstufe II sowie ehemaligen Schülerinnen und Schülern selbst.
Insgesamt gesehen möchten wir unsere Schüler und auch deren Eltern dafür sensibilisieren, dass sie das Lernen an sich als einen Prozess verstehen, der sie ein ganzes Leben lang begleitet und fordert. Denn eines steht fest: "Das Lernen hört niemals auf."