Theodor-Heuss-Realschule
Außerunterrichtliche Aktivitäten

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Ehrenamtstag 2016
Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Lüdenscheid durften die Siebtklässler
sogar den Wasserspeier ausprobieren — eine willkommene Abkühlung.
Ehrenamtstag 2016
Bei der Lüdenscheider Tafel mussten Lukas Kittel (12, rechts) und
Rubens Miguel Dominges de Almeida (13) mit anpacken.
Gemeinsam mit dem 1. Vorsitzenden Dieter Rabenschlag und seiner
Stellvertreterin Hanni Bethke sortierten sie Lebensmittel.
Ehrenamtstag 2016
Nico Schäfer (12) spielte bei der Lebenshilfe Kicker.
Werkelte in der Holzwerkstatt der Lebenshilfe: Yasin Ciftci (12)
Ehrenamtstag 2016
Der 13-jährige Oliver Engelken (rechts) und Duc Thai Tuan (12)
durften die Ausrüstung der Feuerwehr anprobieren.
Ehrenamtstag 2016
Katharina Walter (Mitte), die für die Young Caritas arbeitet
und bei der Planung des Projekts mithalf, erzählte den
interessierten Schülern etwas über ihre Arbeit und leitete kleine Kennenlern-Spiele.
Ehrenamtstag 2016
Vier Schülerinnen und sechs Schüler der THR machten gemeinsam mit
dem Förster Jan-Hinrich Brötje (Mitte hinten),
dem Försterhund Akki und zwei Studienpraktikanten einen Waldspaziergang.
Ehrenamtstag 2016
"Ich habe heute viel über den Umgang mit den Bewohnern gelernt und
könnte mir vorstellen, später als Altenpflegerin zu arbeiten."
Die zwölfjährige Lorena Grote über ihre Erfahrung beim Johanniter Stift im Oeneking.
Ehrenamtstag 2016
Bevor es bei der Awo losging, gab es eine kurze Einweisung.
Ehrenamtstag 2016
"Ich habe heute viel über die Natur gelernt. Jetzt kann ich
Blätter den Bäumen zuordnen und Kräuterarten unterscheiden."
Tiago Garcia Hansmeier (12) verbrachte den Ehrenamtstag am Schloss Neuenhof mit einem Förster.
Ehrenamtstag 2016
Erkundeten den Johanniter Stift: Leonie Paul, Äsma Elharrouchi,
Lukas Thein, Lorena Grote, Bettina Keil und Nadine Klein (v.l.n.r.).

Spannung, Spaß, Spiel...
und Berufswahlvorbereitung

Siebtklässer der Theodor-Heuss-Realschule schnuppern ins Arbeitsleben und sammeln Erfahrung

Von Luisa Sieber LÜDENSCHEID • Ob handwerklich oder sozial, ob im Büro oder im Freien - am ersten Ehren-amtstag der Theodor-Heuss-Realschule hatten 116 Siebtklässler die Chance, einen ersten Blick ins Berufsleben zu erhaschen. An insgesamt 15 Standorten in Lüdenscheid schnupperten sie in kleinen Gruppen mit einem Begleiter in verschiedene Berufe und Tätigkeiten.
Wohin es ging, konnten die Schülerinnen und Schüler selbst entscheiden. In der ersten Woche nach den Ferien kamen Vertreter der Betriebe und Vereine an die Realschule, um sich vorzustellen. Vier Wünsche durften die Schüler dann notieren - und das klappte gut, denn „wirklich jeder hat einen Platz in seinem Wunsch-Berufsfeld bekommen", erzählte Schulleiterin Christiane Langs-Blöink. Sie war es auch, die das Projekt ins Leben gerufen hat. „Ich finde es sehr wichtig, dass gerade die jüngeren Schüler früh die Möglichkeit haben, ihren Horizont zu erweitern - besonders was die Arbeitswelt betrifft." Der Zeitpunkt des Ehrenamtstages ist ebenfalls nicht zufällig gewählt worden. „Am Anfang des neuen Schuljahres sind die Schülerinnen und Schüler noch frisch und motiviert", sagte die Schulleiterin lachend.
Und so starteten die Siebtklässler dann voller Elan in den Ehrenamtstag. Probefahren im Rollstuhl, ein Erkundungsspaziergang durch die Natur und das Sortieren von Lebensmitteln standen auf der Tagesordnung der Jugendlichen. Auf spielerische Art und Weise wurden sie an den verschiedenen Standorten über die Tätigkeiten der Mitarbeiter informiert und gleichzeitig ein bisschen auf die spätere Berufswahl vorbereitet.
Bei der Awo wollten Ha-nin El Wannani (13) und Max Feustel (12) alles über die Pflege und das Leben im Seniorenzentrum erfahren. „Mich interessiert vor allem, wie die Bewohner hier leben und wie sie ihren Tag verbringen", erzählte Hanin. Sie könnte sich vorstellen, selbst später einmal als Altenpflegerin zu arbeiten. Nach einer kurzen Einweisung durch Einrichtungsleiter Christian Apelt ging es dann für die beiden Schüler mit in die Zimmer der Bewohner, wo sie den Profis bei der Arbeit über die Schulter schauen durften. Insgesamt elf Schüler lernten die Arbeit der Young Caritas kennen. Unter der Aufsicht der Mitarbeiterin Katharina Walter, die ebenfalls bei der Planung des Projekts mitwirkte, konnten sie sich mit Bewohnern des Altenheims über deren Schulzeit unterhalten - und stellten einige Unterschiede fest. Die Jugendlichen waren erstaunt, dass viele Schüler früher von Lehrern geschlagen wurden. Weniger ernst ging es dann am Mittag mit einem Parcour weiter, bei dem die Siebt-klässler ihre Rollator-Fahrkünste unter Beweis stellen konnten.
Richtig mit anpacken durften Lukas Kittel (12) und Rubens Miguel Domin-gues de Almeida (13) bei der Lüdenscheider Tafel. Sie halfen morgens bei der Lebensmittelsortierung und -lagerung. Die beiden interessierten sich für die Arbeit der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel und wollten „herausfinden, wie das Essen an Bedürftige verteilt wird." Der erste Vorsitzende des Vereins, Dieter Rabenschlag, und seine Stellvertreterin Hanni Bethke erzählten den Schülern alles Wissenswerte - vom Lieferungsprozess bis hin zur Essensausgabe.
In der Tagesbetreuung der Lebenshilfe hatten die zwölfjährigen Yasin Ciftci und Nico Schäfer besonders viel Spaß. Nico spielte mit einem Gast der Einrichtung Kicker und Yasin werkelte in der Holzwerkstatt. Dort baute er gemeinsam mit Klaus Schiller, der ein Freiwilliges Soziales Jahr absolviert, und dem blinden Thomas Reuner eine Volgelfutterstation. „Das macht total Spaß", sagte Yasin strahlend.
Musikalisch ging es in der Tagespflegeeinrichrichtung Mani zu. Gemeinsam mit den älteren Herrschaften sangen die zwölfjährigen Dounia Oulkadi, Ben Rabe und Lewis-Klaus Prange ausgelassen diverse Lieder mit Mitmachfaktor. „Ich finde das Projekt super. Die Jugendlichen erleben eine völlig neue Welt und unsere Gäste freuen sich über die Gesellschaft", sagte Barbara Schmidt begeistert - sie ist für das Personal bei Mani zuständig.
Betreuungsassistentin Leonie Paul war am Johanniter Stift für Äsma Elharrouchi (13), Lukas Thein (14) und Lorena Grote (12) verantwortlich. „Die Schüler zeigten keinerlei Berührungsängste und waren sehr aufgeschlossen im Umgang mit den Bewohnern", stellte Paul zufrieden fest. Die Siebtklässler spielten mit den Bewohnern der Einrichtung und erlebten beim Rollstuhltraining am eigenen Leib, wie es sich anfühlt, durch die Gänge geschoben zu werden - sowohl schnell als auch langsam.
Vier Mädchen und sechs Jungs interessierten sich für die Arbeit in der Natur. Am Schloss Neuenhof machten sie gemeinsam mit dem Förster Jan-Hinrich Brötje und seinen zwei Studienpraktikanten einen Spaziergang durch das umliegende Waldgebiet. Dort lernten sie unter anderem, Blätter den dazugehörigen Bäumen zuzuordnen und diverse Pflanzen und Kräuter auseinanderzuhalten.
Bei der Freiwilligen Feuerwehr erfuhren die Jugendlichen, was genau passiert, sobald ein Notruf eingeht und wie viel Meter Schlauch für bestimmte Gebäude beim Löschen benötigt werden. Weiterhin durften sie die Ausrüstung der Feuerwehr anprobieren, die Löschfahrzeuge genauer betrachten und sogar einen wasserspeienden Schlauch halten.
Der erste Ehrenamtstag der THR wird sicher nicht der Letzte gewesen sein. „Der Tag war ein voller Erfolg mit vielen neuen Eindrücken für die Schüler", sagte Langs-Blöink erfreut. Viele sind an diesem Tag ihrem Traumberuf ein Stück näher gekommen und wissen vielleicht jetzt schon, was sie später werden wollen.
Fotos (9): Sieber